
Sechs Bauernhöfe, das Garten- schmuckstück von Frau Vetter unten im Tal und natürlich den "Steiner Wirt". Der Steiner Wirt, ein Gasthof im Naturpark Oberer Bayerischer Wald (Landkreis Cham) besitzt eine über hundert Jahre alte Wirtshaus- tradition und betreibt in vierter Generation bereits über 60 Jahre Fremdenverkehr.
So stehts geschrieben auf der Steiner-Wirt Seite.
Lust aufs Motorradfahren und Lust auf´s ausbrechen, dass brachte mich auf die Idee in den Bayrischen Wald zu fahren. Also kurz die Sachen zusammengepackt und ab ging es. Schnell über die Autobahn bis Nürnberg und dann über die Landstrassen bis zum Ziel.
Die Adresse hatte ich von einem Kollegen, der mir den Steiner-Wirt als guten Gastgeber ans Herz legte. - Recht hatte er, so war es auch.
Über entsprechendes Kartenmaterial habe ich mich über die Gegend kundig gemacht. Strassen waren allesammt gut zu erfahren. Nur Tschechiens Strassen waren für mich so einige Male der absolute Horror. " - Kürzeste Strecke, Autobahn und Hauptstrassen meiden - " das war meine Einstellung im Navi. Herausgekommen sind Strässchen oder Wege mit gebrochene Ziegel als Strassenbelag, ausgefahrene Teerpisten die mehr Schotter als befahrbarer Teer waren oder Rumpelpflasten in den Städten. Kaum Strassen wie wir sie im allgemeinen kennen.
Die Fahrt nach Pilzen ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Durch fast menschenleere Gegenden, ab und zu mal ein Passant und dann noch in Pilsen genau vor dem Skoda Werkstor einen Platten.Über den ADAC hatte ich das Problem zwar zügig lösen können, war aber durch den neuen Hinterreifen um 274,45 Euro ärmer. Hier fand ich mich in einer Notsituation ausgenutzt und abgezockt.
Die Altstadt von Domazlice, die auf der Route lag war da der einzige schöne Moment. Das war kein gutes Ergebnis eines gewollten Besuches des Pilsener-Urquells Museums. Letztendlich war ich froh dann wieder deutschen Boden unter den Rädern zu haben.
Wenn ich die alle Fahrten in dieser Gegend an meinem geistigen Auge vorbeiziehen lasse und dann Resümee ziehe, komme ich für mich zu einem Ergebnis welches mir sagt: Ja was sagt es? Gespalten bin ich. Beherbergung und die Bewirtung waren gut, preislich alles mehr als angemessen. Die Strassen mit ihren Kurven hatten ihren Spassfaktor... Aber, ich bin mir nicht sicher ob ich noch einmal allein in den Bayrischen-Wald fahren würde. Vom Hocker gehauen hat mich letztendlich nichts. Hier ist der Hund begraben.
Das sieht man auch daran das meine Fotoausbeite mehr als mager ausgefallen ist. Oder mag es daran liegen, dass ich nicht so gut drauf, oder nur allein war?? Ist aber auch egal. So kann ich sagen: Ich war im Bayrischen-Wald.
Ach so, Frau Vetter.
Frau Vetter habe ich persönlich kennengelernt. Neugierig wie ich nun einmal bin und mit dem Hemmungen ist es auch nicht so weit her, stand ich eines morgens, noch mit meinen Hausklotschen an den Füßen, in ihrem Garten vor der Haustür und traf sie beim jäten an. Eine nette Dame die einen riesigen, bunten bunten Garten, dazu noch mit einem Gartenteich der mehr See als Teich ist, in Schuß hält. Sie hat mir alles erklärt und vieles erzählt, von ihrem Bruder, der lebensgross in Stein gehauen zwischen den Blumen steht, von dem Ausbau der Anlage. Besonders beeindruckend fand ich das sie, wie sie mir erzählte, in ihrer gesammten Lebenszeit nicht weit über den Ort hinausgekommen ist, nie Urlaub gemacht hätte und sie mit ihrem Leben dennoch glcklich und zufrieden wäre. Wer kann das schon von sich behaupten? Was hier noch erwähnenswert ist, die Dame ist schon in einem gesegneten Alter.
Respekt, Respekt.



